Dieses Konzeptpapier wurde im Rahmen der Gründung der Oberschule Schwachhausen verfasst. Der Prozess des Übergangs ist für uns besonders wichtig, da wir zum einen Bedenken und Unsicherheiten der Schülerinnen und Schüler verringern möchten, zum anderen unsere Idee der „zeitgemäßen Bildung“ selbstbewusst präsentieren wollen.
Der Übergang von der 4. zur 5. Klasse markiert einen bedeutenden Wendepunkt – insbesondere da die Schülerinnen und Schüler den Wechsel von einer kleineren zu einer größeren Schule meistern müssen, sich an neue Routinen gewöhnen und sich in einer bislang unbekannten Umgebung zurechtfinden müssen. Unser Ziel ist es, unsere neuen Schülerinnen und Schüler so zu unterstützen, dass dieser Übergang nicht als disruptiv oder beunruhigend empfunden wird. In diesem Konzept skizzieren wir daher Maßnahmen, die einen positiven und sicheren Schulstart gewährleisten. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei zentrale Ansätze, die unsere Vorgehensweisen prägen:
Zu Beginn des Schuljahres nehmen alle Schüler:innen an der Lale 5 (Lernausgangslagenerhebung 5), sowohl in Mathematik als auch in Deutsch teil. Die Durchführung findet durch geschulte Testleitungen statt. Wir erhalten so konkrete Informationen über den Kompetenzstand und Aufschluss über das fachliche Selbstkonzept unserer Schüler:innen. Die Ergebnisse fördern den Austausch im Fachteam im Hinblick auf die Unterrichtsentwicklung. Im 7. Schuljahr nehmen wir dann an Lale 7 teil und erhalten damit Daten über die Entwicklung.
In Deutsch wird zusätzlich zur Lale 5 die Rechtschreibkompetenz der Schüler:innen mithilfe der “Hamburger Schreibprobe 5” erhoben. Diagnostizierte Rechtschreibschwierigkeiten werden im Anschluss u.a. im Rahmen eines abwechslungsreichen Förderunterrichts in Kleingruppen verbessert. Unser:e Sprachberater:in der Schule ist dabei Ansprechpartner:in und Unterstützung für Eltern, Schüler:innen und Lehrkräfte.
Um die Lesekompetenz, aber auch den Genuss am Lesen zu fördern, werden wir unseren Schultag jeden Morgen mit zehn Minuten leisen Lesens beginnen. Mit dem Lesekonzept, “Susteined Silent Reading”, welches angelehnt an die Studien Stephen Krashens ist, haben viele Schulen bereits gute Erfahrungen gemacht. Es geht uns neben der Förderung der Lesekompetenz, die eine Schlüsselkompetenz darstellt, auch darum, den emotionalen Aspekt des Lesens zu fördern. Dies ist nicht allein Aufgabe des Deutschunterrichts, daher tragen alle Unterrichtsfächer Verantwortung dafür und unterstützen dieses Konzept mit der zehnminütigen Lesezeit am Morgen.
In Mathematik üben wir die „mathematischen Grundfertigkeiten“ mit „bettermarks“. Es bietet interaktive Übungen, personalisiertes Feedback und eine Vielzahl von Aufgaben, um Mathematikverständnis und Fähigkeiten zu diagnostizieren und individuell zu verbessern. Bettermarks ist darauf ausgerichtet, das Mathematiklernen ansprechender und effektiver zu gestalten, indem es adaptive Lernpfade und detaillierte Lösungshilfen bietet. Darüber hinaus startet jede Unterrichtseinheit mit dem so genannten „Check-in“ (und endet mit dem „Check-out“).
Zu Beginn einer Unterrichtseinheit hilft der Check-In, das Vorwissen unserer Schüler zu aktivieren, zu bewerten und ggf. Lücken zu schließen. Er ermöglicht eine persönliche Einschätzung und bereitet die Schüler darauf vor, neue Informationen effektiver zu verarbeiten, indem er an vorhandene Kenntnisse anknüpft. Lehrkräfte können individuelle Lernbedürfnisse erkennen und den Unterricht entsprechend anpassen.
Checklisten generell strukturieren den Lernprozess, fördern die Selbstreflexion und unterstützen individuelle Lernwege, was zu einem tieferen Verständnis und einer besseren Leistung führt.